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7-Jahres-Vergleich: Warten auf den Lackmus-Test mit der vierten Welle

 

2020 begann in den Wochen ab Ende September das, was Übersterblichkeit genannt wird – Folge von Covid-19. Bis zur Woche 36 in diesem Jahre (6. Bis 12. September) ist davon nichts zu spüren, im Gegenteil. Trotzdem verhallen die Einwände der kritischen Bevölkerung zur Verhältnismässigkeit der inzwischen noch verschärften Massnahmen ungehört.

 

 

Die absoluten Todesfälle, d.h. alle in der Schweiz registrierten Todesfälle, geben ein verlässliches Bild davon, welchen Einfluss Corona darauf hat. Hier die vom Bundesamt für Statistik wöchentlich publizierten und von uns seit Jahresbeginn addierten Todesfälle für den Zeitraum 29. Dezember 2014 bis 12. September 2021 verglichen mit den Jahren 2015, 2016, 2017, 2018, 2019 und 2020:

 

 

 

2021: 46'139 absolute Todesfälle

 

2020: 47’227

 

2019: 46’739

 

2018: 46’567

 

2017: 46’010

 

2016: 43’984

 

2015: 47’921

 

Fazit: Entgegen den fortlaufend beschworenen Corona-Gefahren haben sich auch in Woche 35 keine signifikanten Veränderungen bei den absoluten Todesfälle zugetragen, die auf eine weiterhin bestehende besondere Gefährlichkeit des Covid-Virus hinweisen würden.  Der Lackmus-Test steht allerdings noch bevor: In der Zeit von Mitte Oktober bis Ende Januar, mithin der klassischen Grippe-Saison, gab es 2020 unter Covid-19-Bedingungen eine grössere Übersterblichkeit (grossmehrheitlich in der Altersgruppe 80 und mehr), die dem Bundesrat und seinen beratenden Experten als Rechtfertigung der Verhältnismässigkeit für die massiven, staatlich verordneten Einschränkungen ins Leben der Bürgerinnen und Bürger diente.

 

Die absoluten Todesfälle, aufgelistet nach Altersgruppen, für den Zeitraum 29. Dezember 2014 bis 12. September 2021:

 

 

 

 0 bis 19 Jahre

 

2021: 289 absolute Todesfälle; 2020: 339; 2019: 317; 2018: 324; 2017: 324; 2016: 328 und 2015: 354.

 

Fazit: Nichts Neues. Schweizweit am wenigsten absolute Todesfälle seit 2015.

 

 

 

20 bis 39 Jahre

 

2021: 517 absolute Todesfälle; 2020: 598; 2019: 552; 2018: 567; 2017: 579; 2016: 588 und 2015: 593.

 

Fazit: Nichts Neues. Schweizweit am wenigsten absolute Todesfälle seit 2015.

 

 

 

40 bis 64 Jahre

 

2021: 4'877 absolute Todesfälle; 2020: 4'939; 2019: 4'858; 2018: 5'146; 2017: 5'000; 2016: 5'032 und 2015: 5'322.

 

Fazit: 2019 gab es 19 Todesfälle weniger als 2021, ansonsten 2021 schweizweit weiterhin am wenigsten absolute Todesfälle seit 2015.

 

 

 

65 bis 79 Jahre

 

2021: 11'903 absolute Todesfälle; 2020: 11'741; 2019: 11'784; 2018: 11'630; 2017: 11'392; 2016: 10'915 und 2015: 11'798.

 

Fazit: Nichts Neues im Vergleich zur Vorwoche. Diese Altersgruppe, die eine hohe Impfquote aufweist, verzeichnete bisher 2021 am meisten absolute Todesfälle seit 2015. Womöglich eine Erklärung dafür, dass der Impfschutz früher als von den Experten erwartet nachlässt und eine dritte Dosis empfohlen wird.

 

 

 

80 Jahre und älter

 

2021: 28’553 absolute Todesfälle; 2020: 29'610; 2019: 29'228; 2018: 28'900; 2017: 28'715; 2016: 27'121 und 29'854.

 

Fazit: Mit Ausnahme des Jahres 2016 gab es in dieser Altersgruppe, die die höchste Impfquote aufweist, zu diesem Zeitpunkt nie so wenige absolute Todesfälle wie bisher 2021. Gegenüber der Vorwoche hat sich allerdings die Differenz leicht verschoben: in den letzten zwei Wochen starben in dieser Altersgruppe seit längerer Zeit wieder mehr Menschen als in den Jahren seit 2015 – auch hier womöglich ein Hinweis, dass der Impfschutz früher als erwartet nachlässt.

CF